Der Japsand (Mareike Binge)
Seewärts der Hallig Hooge liegt der Japsand, er ist ca. 297 ha (im Jahre 1991) groß. Der Japsand ist in die beiden Schutzzonen eins und zwei aufgeteilt, die auf der Südseite und auf der Nordseite liegen. Schutzzone eins liegt auf der Südseite des Japsandes und bietet Vögeln und Robben Brut- und Rastplätze. Damit sie da auch nicht gestört werden können, dürfen Menschen nur mit einer ausdrücklichen Genehmigung in diese Zone. So geht z.B. die Schutzstation Wattenmeer zum Vögelzählen in diese Zone. Natürlich ist das Ende dieser Zone mit Pfählen und Schildern markiert.
Schutzzone zwei liegt auf der Nordseite des Japsandes und darf von Menschen betreten werden. Deshalb werden auch fast täglich in der Hochsaison Wattführungen für die Touristen und Gäste zum Japsand angeboten.
Der Japsand ist einer der vielen „Außensände“ in der Nordsee, und wurde deshalb auch von Gezeitenströmungen und Brandungen aufgebaut.
Die Rücken dieser Sandbänke liegen ca. einen Meter über dem mittleren Hochwasser und können daher auch nicht überschwemmt werden, wie z.B. die normalen Sandbänke. Im Sommer wird der Sand zu zentimeterhohen Dünen aufgeweht, und bietet den einzelnen Salzpflanzen, besonders dem Strandweizen auch Binsenquecke genannt eine solange Aufenthaltsmöglichkeit bis eine größere Sturmflut die Dünen wieder einebnet. Noch bis Ende des vorigen Jahrhunderts trugen die „Außensände“ fest bewachsene sturmflutsichere Dünen.
Wind und Wasser verändern auch heute noch laufend die Form und Lage der Außensände, die langsam von Westen nach Osten wandern. Der Japsand wandert übrigens ca. 10m-20m im Jahr.
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